Akupunkturbehandlung
Vor Beginn einer Akupunkturbehandlung ist häufig eine klinische Abklärung erforderlich, um Erkrankungen, die durch eine TCM-Behandlung nicht beeinflussbar sind oder bei denen eine Akupunkturbehandlung nicht angezeigt ist, auszuschließen.
Daher ersuche ich Sie, bei Ihrem Erstbesuch vorhandene Befunde und eine Auflistung aller Medikamente, die Sie einnehmen, mitzubringen.
Um eine sinnvolle TCM-Behandlung durchführen zu können, ist eine ausführliche Diagnose nach TCM-Kriterien notwendig. Diese umfasst eine genaue Anamnese (bei der häufig nach Symptomen gefragt wird, die vordergründig mit dem zu behandelnden Symptom nichts zu tun haben) sowie die Zungen- und Pulsdiagnostik. Erst dann kann eine Diagnose nach TCM-Kriterien (z. B. Mangel, Fülle, Hitze, Kälte, Stagnation,…) gestellt werden und eine Akupunktur-Behandlung begonnen werden. Ziel der Akupunktur ist die Wiederherstellung eines Gleichgewichtes im Organismus (chin. Gleichgewicht zwischen Yin und Yang bzw. eine Harmonisierung des Qi-Flusses). Bei der Akupunkturbehandlung nimmt der Patient eine entspannte Lage ein (meist liegend, manchmal sitzend). Pro Sitzung werden ca. 10-16 Nadeln gestochen, die meist ungefähr 30 Minuten lang belassen werden. Je nach der zugrunde liegender Störung werden die Nadeln gelegentlich manipuliert, was als sog. „De Qi“ Gefühl vom Patienten wahrgenommen wird (meist dumpfes Ziehen, ähnlich einer leichten elektrischen Reizung). Bei Störungen, bei denen eine Kältesymptomatik im Vordergrund steht, kann auch eine Moxibustion durchgeführt werden. Bei dieser Methode werden Akupunkturpunkte mit brennendem Beifusskraut (z. B. in Form von sog. Moxa-Zigarren) erwärmt – eine Behandlungsform, die von vielen Patienten als besonders angenehm empfunden wird.
Da die TCM sich in ihrem Zugang in vieler Hinsicht von der westlichen Medizin unterscheidet, kann es sein, dass Ihnen manche Zusammenhänge unverständlich erscheinen; zögern Sie daher nicht, nachzugfragen!!
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