Dr. Eva Pilz
Ärztin für Allgemeinmedizin
TCM, Akupunktur
Gesundenuntersuchungen

Neulerchenfelderstr. 14/6
1160 Wien

Tel.: 0650 / 33 29 844

Ernährung nach TCM

Ernährung nach den Kriterien der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Vieles, was in der chinesischen Ernährungslehre vorkommt, wurde auch bei uns vor gar nicht allzu langer Zeit angewendet. So wussten unsere Großeltern durchaus um die stärkende Wirkung von Hühnersuppen oder Rinderbrühe bei Schwächezuständen oder Rekonvaleszenz.

An Lebensmitteln war saisonal verfügbar, was in der Umgebung wuchs und daran hielt sich die Ernährung. Unsere Ernährung hat einen starken Einfluss auf das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang. Eine besondere Rolle spielt hier die thermische Wirkung, die jedem Nahrungsmittel zuzuordnen ist.

Jedes Lebensmittel hat einen Yin- oder einen Yang-Charakter oder verhält sich neutral. Yin steht für erfrischend bis kalt, Yang bedeutet Wärme oder Hitze. So werden bei einem Yang-Mangel eher wärmende Nahrungsmittel, die das Yang stärken, eingesetzt, umgekehrt kommen thermisch kühlende Lebensmittel bei zuviel Hitze im Körper zum Einsatz.

Aber nicht nur die Lebensmittel an sich, sondern auch ihre Zubereitungsart haben einen Einfluss auf ihre Wirkung auf den Organismus. So wirkt scharfes Anbraten oder langes Kochen erwärmend, roh verwendete Lebensmittel haben meist einen kühlenden Effekt.

Wichtig in der chinesischen Ernährungslehre ist auch der Einsatz von Nahrungsmittlen in Abstimmung mit der Umgebung, in der wir leben. So wird in Ländern mit heißem Klima ein kühlender Pfefferminztee wohltuend wirken, in unseren Breiten werden wir im Winter eher Tees mit wärmenden Inhaltstoffen wie Zimt oder Gewürznelken bevorzugen. Mandarinen und Orangen im Winter kühlen den Organismus zusätzlich aus und begünstigen so häufig die Entstehung von Erkältungskrankheiten.

Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Das Wissen um die Eigenschaften und Wirkungen von Lebensmitteln und Kräutern und deren gezielten Einsatz, das Erstellen von sinnvollen, auf den einzelnen Patienten individuell abgestimmten Ernährungskonzepten setzt eine eingehende Beschäftigung mit diesem Thema voraus.